
A. J. B. Parent-Duchatelet: Die Sittenverderbnis und Prostitution des weiblichen Geschlechts in Paris unter Napoleon I. Durchgesehen von Dr. Walter Serner. Berlin: Potthof, 1913.
Neuigkeiten, Veranstaltungshinweise und Netzfundstücke zu Walter Serner (1889-1942)
„Tanze nicht zu viel. Nur zu deinem Vergnügen oder aus besonderen Gründen“, empfiehlt Serner. Daraus lässt sich eine anständige Religion zimmern.
Rezension der Letzten Lockerung von Steffen Höhne in der Thüringischen Landeszeitung vom 04.07.2008: Wiederentdeckt: Benimmbuch für Hochstapler
[...] Lesen sollte man Serners „Letzte Lockerung“ aber vor allem deshalb, weil sie wirklich einlöst, was der Titel verspricht. Georg M. Oswald hat für sein Nachwort den Begriff im Grimmschen Wörterbuch nachgeschlagen und dort die Erklärung „das lockermachen: die lockerung der fesseln; lockerung der disciplin“ gefunden. Doch Serners „Lockerung“ – vor allem im ersten, 1918 im Umfeld der Zürcher Dada-Bewegung entstandenen Teil – impliziert viel mehr. Sie unternimmt eine radikale und befreiende Durchlüftung des Denkens; keck bis blasphemisch wird hier alles abgewunken und durcheinander gewirbelt, worauf die „Gesinneriche“, „Geistportiers“ und „Vis-à-Wüteriche“ aller Zeiten ihre Ideologien und Herrschaftsmechanismen gründen. „10 Pfennig dem Kühnen, der mir nachweist, dass etwas letzthin nicht willkürlich als Norm herumspritzt!“, heißt es in Punkt 5, und kurz zuvor: „Der wahre Beruf des Menschen sei, den Acker zu bestellen. Wieso? Fiel ein Pflug vom Himmel?“ [...]
Walter Serners zynisches Handbrevier der "letzten Lockerung" ist eine höhnische Antwort auf: "Üb’ immer Treu und Redlichkeit", "sei brav und folgsam", fürchte die Obrigkeiten, heute müsste man sagen: die Technokratie.Weiterlesen
In verdaulichen Halb-Stunden-Häppchen (immerhin ist in der ganzen Stadt etwas los!) werden die absonderlichen Kriminalgeschichten des Dada-Initiators und neusachlichen Geschichtenschreibers Walter Serner (in Greifswald promoviert) durch den Antiquar zu Gehör gebracht, durchsetzt, gewürzt und gekrönt durch seine (Serners) Ratschläge an jedermann aus dem "Brevier für Hochstapler". Ein vergnüglicher (Vor-)Leseabend bis keiner mehr da ist - längstens aber bis 24.00 Uhr, wenn der gemeine Hochstapler beginnt, seine Geschäfte aufzunehmen... Der Eintritt ist frei!
via MVregio
Autorinnen und Autoren sind eingeladen, eine unveröffentlichte Kurzgeschichte einzusenden, die "vom Leben in den großen Städten" erzählt. Der Walter-Serner-Preis ist mit 5.000,00 Euro dotiert und wird Ende November im Literaturhaus Berlin verliehen.