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26.11.2009

Die Sittenverderbnis...

A. J. B. Parent-Duchatelet: Die Sittenverderbnis und Prostitution des weiblichen Geschlechts in Paris unter Napoleon I. Durchgesehen von Dr. Walter Serner. Berlin: Potthof, 1913.

[Faksimile im International Dada Archive]

25.11.2009

Oliver Grimm empfiehlt Serner

„Tanze nicht zu viel. Nur zu deinem Vergnügen oder aus besonderen Gründen“, empfiehlt Serner. Daraus lässt sich eine anständige Religion zimmern.

20.06.2008

Im Niemandsland

Quenzel schreibt im Ulmer Tagebuch:
Walter Serners zynisches Handbrevier der "letzten Lockerung" ist eine höhnische Antwort auf: "Üb’ immer Treu und Redlichkeit", "sei brav und folgsam", fürchte die Obrigkeiten, heute müsste man sagen: die Technokratie.
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29.03.2008

Zitiert

Peter Michels zitiert die Letzte Lockerung in seinem blog ediced.

23.01.2008

Bestellerautor Martin Suter im Interview

Bei der Lektüre ist mir ein Zitat von Walter Serner, dem dadaistischen Erzähler, durch den Kopf gegeistert. "Die Welt will betrogen sein", schreibt Serner, "sie wird sogar ernstlich böse, wenn du es nicht tust". Auch bei ihnen geht es um Betrug und Betrüger...

Das ist eine richtige Wahrnehmung. Es ist ein Buch, in dem die Planken nicht festgemacht sind. Man sollte, je länger man liest, desto weniger sich auf irgendetwas verlassen können. Das wollte ich. Mich als Schreiber und die Leser verunsichern. Der Weynfeldt ist eigentlich am Anfang der Geschichte der einzige ehrliche Mann, die einzige ehrliche Figur in diesem Roman.

Link: Bestellerautor Martin Suter im Interview (ORF)

17.12.2007

Lieblingsbücher für Große

Die Stuttgarter Nachrichten empfehlen Serners Die Tigerin als Weihnachtsgeschenk: Lieblingsbücher für Große

02.09.2007

Die zehn Gebote des Viktor Lustig

"Graf" Victor Lustig (1890-1947), der Mann, der neben anderen Coups den Eiffelturm verkaufte - zweimal! - erlegte sich zehn eiserne Regeln für seine Arbeit auf:

  1. sei ein guter Zuhörer;
  2. zeige niemals, daß du dich langweilst;
  3. warte, bis dein Gesprächspartner seine politischen Ansichten enthüllt, und stimme ihm dann bei;
  4. lasse ihn religiöse Themen anschneiden und teile ihm mit, daß du ebenso denkst;
  5. fange vorsichtig an, von Liebesgeschichten zu erzählen, aber verfolge das Thema nur, wenn der andere besonderes Interesse zeigt;
  6. sprich nicht von Krankheiten, es sei denn, der andere ist fasziniert davon;
  7. stelle keine persönlichen Fragen - früher oder später machen die Menschen ja doch immer unverlangte Enthüllungen über ihr Privatleben;
  8. protze nicht - deine ganze Persönlichkeit muß deine Wichtigkeit ausstrahlen;
  9. sei niemals schlampig gekleidet;
  10. und betrinke dich nie.

(vgl. Egon Larsen: Hochstapler. Die Elite der Gaunerwelt. Hamburg: Kabel, 1984. S. 263)

28.07.2007

Der Schatz im Altvatergebirge

Wenn es einen Beruf gibt, den man macht, weil man in Bücher verknallt ist, dann ist es der des Antiquars. Welcher normale Mensch sonst würde sich freiwillig heftigen Attacken von Schimmel und Staub aussetzen, während er auf einem Dachboden einen Altpapierhaufen durchwühlt? Deine Augen tränen, du hustest und schnappst nach Atem. „Nie wieder!“, keuchst du, und plötzlich hältst du in der Hand eine vergammelte Erstausgabe der Letzten Lockerung von Walter Serner. Boah! Das morsche Buch stinkt wie die Pest, du kriegst Keuchhusten, wenn du’s nur aufschlägst, jawohl, aber der Umschlag, Mann, der Originalumschlag ist dabei, und so läufst du mit der DADA-Bibel nach Hause und ab in den Kühlschrank damit. Klar, in eine Plastiktüte verpackt. Weil dir gerade vor kurzem ein Antiquars-Kollege erzählt hat, ein paar Wochen Gefrierbox würden den hartnäckigsten Schimmelpilzgeruch vertreiben. Was selbstverständlich Blödsinn ist.

Jaromir Konecny im ZVABLog